Dienstag, 31. Mai 2016

Burg Ahre


Europa ist meiner Meinung nach der Kontinent der Fantasy schlechthin. Ja, auch wenn Herr der Ringe in Neuseeland gedreht wurde. Nirgendwo gibt es so viele verwunschene Schlösser, zauberhafte Burgen und sagenumwobene Ruinen wie in Europa. Ja ich sage mit Absicht nicht Deutschland. Ich selber sehe mich eher als Europäer. Finde die Idee gut und denke, dass wir auf lange Sicht nur als europäische Nation konkurrenzfähig sein werden. Oh jetzt bin ich ins politische abgerutscht. Ich lasse das aber einfach mal als Statement stehen. 
Aber auch wenn man sich die Burgen und Ruinen so anschaut, dann steht fest, dass auch die damalige Zeit leider mehr von Politik anstatt von Drachen und Magiern geprägt wurde. Auch wenn wir das als Fantasy-Fans natürlich nicht wahr haben wollen. Doch auch seit Game of Thrones wissen wir, dass auch Politik durchaus Fantasy sein kann. Damals wurden Köpfe durch Schwerter abgesägt, heute durch die Medien. Das auch damals die ein oder andere Burg, den ein oder anderen Konflikt nicht überstanden hat, finde ich heute nicht schade. Eine Ruine hat ihren eigenen Flair. So auch die Burgruine Ahre, wie sie über dem Ahrtal thront. Doch muss ich hier sagen, dass das Ahrtal der Burgruine schon fast die Show stehlt. Ja ich liebe meine neue Heimat. 


 
Was gibt es über die Burg so zu sagen?

Donnerstag, 26. Mai 2016

Flower Power


Blumiges hatte ich schon länger nicht mehr fotografiert. Aber bei einem Besuch in Mutters Garten kommt man gar nicht drum rum, man wird geradezu genötigt das Makroobjektiv aufzuflanschen und durch die Blütenwelt zu streifen. Aber aufpassen, nur keine Spuren hinterlassen. Zu faul, dass Stativ aus dem Auto zu holen. Macht auch keinen Sinn bei dem Wind. Blitz braucht man auch nicht, ISO hoch, was solls. 
So sind dann die paar Aufnahmen hier entstanden. Ich finde sie ganz schön. Ich will auch gar nicht viel schreiben. So wünsche ich allen ein schönes, hoffentlich langes Wochenende.

Montag, 23. Mai 2016

Zoomania - Cologne II


Wird mal Zeit für neue Bilder aus dem letzen Kölner Zoo Besuch. Was ihr habt den ersten Beitrag verpasst? Dann hier nochmal den Link zum Beitrag.
Heute gehts aber raus aus dem Exotarium hinein in den Außenbereich des Zoos. Der Zoo war wirklich klasse. Sehr schöne Gehege und das Ganze ohne das man sich Tod läuft. Immer wieder wirklich klasse Tropenhäuser die mit viel Liebe eingerichtet waren. Man hatte mehrmals wirklich das Gefühl in einem kleinem Urwald zu stehen. Aber auch draußen gab es allerlei Getier zu sehen.
Zum Beispiel neben den Flamingos und Erdmännchen habe ich glaube ich hier zum ersten mal Grizzlybären gesehen. Wirklich beeindruckende Teddybären, die gar nicht mal so ungefährlich sind. Jedenfalls wenn man in Kanada zeltet.
Auch geil war der Ameisenbär. Wobei mir niemand erklären konnte wo der Rüssel herkommt, wenn man Ameisen und Bären vermehrt. Aber auch unter Ameisenbären kommt es zu Nachwuchs der wiederum nichts mit Ameisen und Bären zu tun hat. Leider war die Mutti mit Kind nur im Innenbereich und das Foto gefällt mir nicht wirklich, daher zeige ich das nicht. Doch es ist echt cool wie ein kleiner Ameisenbär auf dem Rücken der Mutti hängt. So genug der Worte heute. Wünsche einen schönen Abend.




Freitag, 20. Mai 2016

Globetrottel


Was macht man wenn einen das Fernweh packt, die Lust nach Landschaftsfotografie und am unterwegs sein zuschlägt? Klar, man kauft sich ein Wohnmobil. War man früher noch mit Rucksack und Zelt unterwegs, nimmt man heute ein Wohnmobil, oder auch "Home to Go" von uns genannt.
Und da fällt mir ein, dass von meinen früheren Wander- und Bergtouren hier glaub ich gar keine Fotos auf dem Blog sind. Wird noch kommen unter dem Label "Globetrottel" werde ich mal Bilder von früheren Touren und natürlich kommenden Touren und Reisen hochladen.
Die Bilder von meinem neuen Gefährt habe ich letztes Wochenende auf der ersten Fahrt gemacht. nun hat also das Auto die ersten 1000km drauf und wartet auf noch viele mehr. Auf ruhige Seen, tosende Wellen, romantische Sonnenuntergänge, faszinierende Landschaften oder auch mal dramatische Regenwolken. All das werde ich natürlich auf dem Sensor festhalten. Ich freue mich schon sehr. Am liebsten würde ich sogar sofort los düsen.

Was erwartet euch? Na zum Beispiel solche Fotos wie das hier, einmal aus dem 50mm Objektiv und unten nochmal als Panorama aus 10 Bildern mit 70mm Brennweite. Ein wenig Schade, dass die Wolken so tief am Horizont hingen. Dem Bild hätte es gut getan, wenn die Wolken weiter oben wären aber so ist das mit der Natur.


Dienstag, 17. Mai 2016

Regierungsbunker "Rosengarten" - Part III


Kommen wir zum letzten Teil der Bilder vom Rosengarten. Für alle die es bis jetzt noch nicht gemerkt haben, es geht um die Bilder vom "atomwaffensicheren" Ausweichsitz der Bundesregierung zur Zeit des kalten Krieges. Zum Bau und zum Betrieb der Anlage habe ich ja nun schon einiges geschrieben. Heute wollte ich ein wenig zum kuriosen Rückbau schreiben. Warum kurios? Weil ich alleine schon einen Rückbau an sich für idiotisch halte. Wenn man sich alleine überlegt was der Bau gekostet hat. Sollte man nicht Sachen die man hat, vorsichtshalber behalten bevor man irgendwann mal sowas neu bauen müsste? Da kann man sich sicher drüber streiten. Andere vergleichbare Anlagen hat man trockengelegt, das heißt alle Schmier- und Gefahrstoffe abgelassen und zugesperrt. Hier hat man aus Gründen des Naturschutzes alles zurück gebaut. Und damit meine ich alles, wirklich alles. Back to the roots. 
Heute findet man bis auf den Teil des Museums nur noch eine Röhre. Den alten Eisenbahntunnel wie er zu Zeiten des ersten Weltkriegs war. Ein Wunder, dass man nicht auch noch die alten Bahnschienen wieder verbaut hat. Deutsche Gründlichkeit wurde auf jeden Fall beim Rückbau mindestens genauso groß geschrieben, wie beim Bau. Man hat nicht einfach nur die Geräte, Möbel, Kabel und Maschinen raus gebaut, nein man hat auch gleich alle Wände und Böden wieder in mühevoller Arbeit rausgehackt. Bis nur noch eine Röhre da war. Schon krass oder?  Vor allem war das ganze noch billig, nämlich um einige Millionen billiger als gedacht. So wurde freudig gehämmert und gemeißelt bis alles weg war. Alles? Nein, da die Baufirma einen Vertrag hatte, alles unterirdische zurück zu bauen, wurde auch alles unterirdische zurück gebaut. So kann man heute noch im Marienthal den Haupteingang ansehen. Warum? Weil der überirdisch ist. Ist doch klar. Vertrag ist Vertrag. Auch die MAN Tore, ihr erinnert euch. diese gewaltigen Rundtore stehen noch. Man hat diese einfach nicht kaputt bekommen. Spricht ja für die Tore.
Der einzige Moment wo man sich doch mal überlegt hat, ob man solch eine Einrichtung vielleicht nochmal braucht, war am 11 September 2001. Da wurde für kurze Zeit der Rückbau gestoppt, aber kurze Zeit später wieder aufgenommen. Im Nachhinein stellte sich auch heraus der Bunker gar nicht so sicher war wie gedacht. Berechnungen zufolge hätte der Bunker eine Explosion der Stärke vergleichbar Hiroshima überstanden. Doch gab es alleine zur Bauzeit Sprengköpfe die um ein vielfaches größer waren. 
Egal nun ist bis auf das Museum nichts weiter da als eine Röhre, die vielleicht für die kommende Zombieapokalypse noch von nutzen sein wird. Da bin ich mir sicher. Und was noch interessant ist, ist das beim Rückbau einer nicht dabei war, der beim Bau und bei den Übungen immer dabei war. Aus dem Ministerium für Staatsicherheits (MfS) der DDR war diesmal kein offizieller und inoffizieller Mitarbeiter dabei. Doch wenn man denkt, dass mit der Wiedervereinigung das MfS keine Rolle mehr spielte irrt man. Interessanterweise hatte man dank des MfS Zugriff auf Unmengen geheimer Unterlagen über den Bunker die man sonst nicht hätte, da diese durch die Bundesregierung weiterhin als geheim eingestuft werden und somit nicht einsehbar sind. Irgendwie witzig. Heute noch geheim auf der einen Seite, auf der anderen Seite einsehbar, da es ja die DDR nicht mehr gibt. 
Da hat sich natürlich das Museum drüber gefreut. So genug gebabbelt, viel Spaß bei den Fotos.

Hier auch nochmal der Link zu den anderen Beiträgen über den Bunker

Regierungsbunker "Rosengarten" - Part I

Und wer Interesse an solchen Bauwerken hat, hier der Link zum Album mit den Bildern vom MfS-Bunker in Thüringen.


Beginnen  möchte ich mit Bildern aus der Krankenstation.
Diese hat in Bunkern immer ihren eigenen Charme wie ich finde.
Ziemlich bedrückend und auf den ersten Blick nicht steril, 
da wir mit einem Krankenzimmer immer weiße Wände verbinden. Oder?


Dienstag, 10. Mai 2016

Regierungsbunker "Rosengarten" - Part II

Es ist  Zeit für den zweiten Teil der Bilder vom ehemaligen Regierungsbunker im Ahrtal. Im letzten Beitrag "Regierungsbunker "Rosengarten" - Part I" habe ich ja schon ein wenig zur Geschichte erzählt.  Heute habe ich vor ein wenig auf den Betrieb einzugehen. Natürlich hat man damals nicht so ein Milliarden Bauwerk gebaut, um dann im Ernstfall die Tür zu öffnen, 3.000 Mann reinzustopfen um dann zu merken das das Wasser Knietief steht. Also gab es eine Bunkermannschaft, die Hausmeister im Atomschutzbunker sozusagen. Streng Geheim war, wer hier arbeitet. Die genaue Zahl habe ich leider vergessen, aber es waren so um die 160 Personen die hier teilweise Tag und Nacht gearbeitet haben. Was für ein Job? Ich weiß klingt blöd, aber das wäre ein Traumjob für mich als Bunkerfan. Ein Bunker, der fast 3000 Mann einen Monat lang einen atomaren Schlag überleben lassen soll, ist eine logistische Meisterleistung. Man braucht Verpflegung, saubere Luft, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und vieles mehr. Also doch nicht einfach nur Hausmeister.


Gleich hier auf dem ersten Bild seht ihr die Kommandozentrale. Hier wurden die mächtigen Eingangstüren bedient. Auf dem dritten Bild sieht man eine Übersicht der Gänge und Tore samt knöpfe für auf und zu. So hat man grob eine Ahnung wie viele Türen es neben den 2 Rolltoren, welche ich im ersten Beitrag erwähnt hatte gab. Ich mag ja solche alten Schaltpulte. Heute würde da vielleicht ein Computer mit 3 Bildschirmen stehen. Damals gab es richtig dicke Knöpfe, die geleuchtet und geblinkt haben. Ein Traum. Kennt ihr übrigens die Serie "Lost" ?  Da gab es auch so einen Bunker mit einem uralten Computer, aber ich schweife ab. 


Freitag, 6. Mai 2016

Treibholz im Himmel

Einzelne Bäume funktionieren auf Fotos immer. Aber warum ist das so? Gerade mit einem endlosen Horizont ziehen mich Bäume immer wieder in ihren Bann. Als Motiv unglaublich Wirkungsvoll. Ich denke, dass liegt an der Einfachheit des Bildaufbaus und an der Schönheit der Natur.
Das Auge hat einen Fixpunkt im Bild, der Horizont ist nur der unendliche Rahmen, der dem Baum Platz gibt. Gerade bei diesem Bild, dass ich als Panorama mit dem 50mm Objektiv aus Acht Aufnahmen Hochkant (1/200s f10) gemacht habe funktioniert das super. 
Der große Baum, doch so klein mit einer klasse Bildwirkung. Bei der Bearbeitung konnte ich mich nicht entscheiden. Schwarz-Weiß oder Farbe? Entscheidet selbst, welches eure Wahl wäre. Ich mag beide irgendwie, wobei die monochrome Version ein kleines bisschen vorne liegt. Ganz einfach weil keine Farben vom Motiv ablenken. Das der Baum als der dunkelste Punkt heraus sticht, umgeben von Grautönen gefällt mir einfach mehr, als blauer Himmel und gelber Raps. Obwohl das farbige Bild auch eine gewisse gute Laune, gutes Wetter Stimmung hat.



Was ist euer Favorit? 


Hier nochmal als normales Foto. Muss ja nicht unbedingt Panorama sein.
Doch finde ich gerade bei den Panoramabild toll, dass die Wolken in ihrer gesamten
Größe mit ins Bild wirken.

Dienstag, 3. Mai 2016

Regierungsbunker "Rosengarten" - Part I

Im Ahrtal, unweit der ehemaligen Hauptstadt Bonn, wurde mit einem wahnsinnigen Aufwand und unter strenger Geheimhaltung ein Atomschutzbunker der damaligen Regierung gebaut. Unter dem Deckname Rosengarten hat man hier aus zwei im ersten Weltkrieg gebauten Eisenbahntunneln, dass bis heute eines der größten und teuersten Einzelprojekte der Bundesregierung ist, errichtet. 
Aus den 2625 Meter langen Eisenbahntunneln wurden 1960 bis 1972 insgesamt ca. 17 km nutzbare Stollen errichtet. Wie hat man das gemacht? Man hat neben vielen zusätzlich gebauten Seitenstollen auch einen Zwischenboden in den Tunnel gebaut. Somit hatte man zwei Stockwerke.
Jetzt fragt man sich, ob man solch ein Vorhaben geheim halten konnte? Sicher war man damals durch Medien nicht so vernetzt wie heute, doch regional wusste jeder was da gebaut wurde. So viele Bauarbeiter, die Abends mal ein Glas Wein trinken, können natürlich nicht still halten. Auch in der DDR war man nach heutigem Wissen bestens informiert über die Baufortschritte. So hatte das HVA, Hauptverwaltung Aufklärung* bereits beim Bau Personal angeworben und somit ein relativ aktuelles Lagebild was da vor sich ging. 


Was hätte der 110 Meter tief im Schiefergebirge liegende Tunnel für eine Aufgabe gehabt? Aufgrund der damals stets gegebenen Gefahr, dass aus dem kalten Krieg ein heißer wird und der beängstigenden  Gewissheit, dass beide Seiten unzählbare Atomwaffen bereit stehen hatten, wurde ein Regierungssitz gebraucht. Dieser Ausweichsitz der auch im Falle eines Atomwaffeneinsatzes eine temporäre Regierungsfähigkeit haben sollte war das Ergebnis. Bis zu 3000 Personen hätten hier bis zu 31 Tagen das Land regieren können. Doch welches Land. Wäre der kalte Krieg eskaliert, so denke ich wäre nichts mehr zum Regieren da gewesen. Des weiteren geht man heute davon aus das der Bunker zwar eine Bombe wie in Hiroshima ausgehalten hätte. Doch selbst zur Bauzeit waren auf beiden Seiten Bomben und Raketen mit weitaus mehr Sprengkraft verfügbar. Also wäre es nicht nur ein Grab gewesen, sondern auch gleichzeitig ein Milliardengrab. 
Da ich aber von solchen Bauwerken fasziniert bin, bin ich froh, dass es diese gibt und man diese heute besichtigen darf.

Auf dieser Schiefertafel hat man einen Plan der Anlage.
Der Haupttunnel ist etwa 2625 Meter lang, hier auch schön zu sehen 
die vielen Nebenstollen.